"Ein Kloster ohne Bücher ist wie eine Wiese ohne Blumen"

Eine Stadt mit einer solchen Bücherei ist wie ein Garten mit

üppig wachsenden Pflanzen

 

Am 17. Oktober 2011 beging die Stadtbücherei Bamberg ihr 50jähriges Jubiläum.

Bei einem Gottesdienst in St. Gangolf, bei dem auch der verstorbenen Mitarbeiter

gedacht wurde, stellte Domkapitular Prof. Dr. Peter Wünsche die Büchereiarbeit

unter den Segen Gottes.

Zum anschließenden Festakt im Deutschen Haus kamen über 50 geladene Gäste und das gesamte Büchereiteam.

Zunächst begrüßte Büchereileiterin Christiane Weiß als Hausherrin der Stadtbücherei die Festgäste.

Als Vertreter der beiden Träger der Stadtbücherei richteten Domkapitular Prof. Dr. Peter Wünsche und Bürgermeister Werner Hipelius für die Stadt Bamberg ihre Grüße und Glückwünsche aus.

 

Prof. Dr. Peter Wünsche, selbst ein Leser der "ersten Stunde", lieh bereits vor 50 Jahren seine ersten Bücher in der gerade eröffneten Bücherei in der Oberen Königstraße aus und schilderte in seiner Rede seine persönlichen Erfahrungen.

Bürgermeister Werner Hipelius griff ein Zitat aus Umbertos Ecos "Der Name der Rose" auf: "Eine Kloster ohne Bücher ist wie ... ein Garten ohne Pflanzen, wie eine Wiese ohne Blumen, wie ein Baum ohne Blätter" und lobte die effektive und erfolgreiche Arbeit der Stadtbücherei mit den Worten frei nach Umberto Eco: "Eine Stadt mit einer solchen Bücherei ist wie ein Garten mit üppig wachsenden Pflanzen!"

 

Dr. Erich Jooß, Vorsitzender des Medienrates der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien, sah in seinem Festvortrag die Öffentliche Bibliothek auf dem Prüfstand. Einen Vorteil der Büchereien sei in Zukunft deren Verankerung in der jeweils eigenen Region. Sie könnten mit einer Vorauswahl aus dem unendlich weiten Buchangebot und einem verstärkt regional geprägten Angebot zu Nachdenklichkeit und Gesprächsfähigkeit von Menschen beitragen. Büchereien seien "kulturelle und soziale Biotope", denn sie seien Treffpunkt gegen Vereinsamung und Separierung.

Michael Sanetra vom Sankt Michaelsbund verlieh das bereits von Kardinal Döpfner gestiftete Ehrenzeichen für Verdienste um die kirchliche Büchereiarbeit. Damit wurde das lang- jährige ehrenamtliche Engagement von insgesamt acht Mitar-beiterinnen gewürdigt, von denen sechs bereits 10 Jahre, zwei sogar 25 Jahre in der Stadtbücherei mitarbeiten.

Gute Gespräche in der und über die Bamberger Stadtbücherei im Anschluss an den Festakt.