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1961
Am 25. Oktober 1961 wird die "Bamberger Volksbücherei " im Deutschen Haus feierlich eröffnet. Träger
sind der Landesverband des St. Michaelsbundes, Fachverband für das katholische öffentliche Büchereiwesen in Bayern,
und die Stadt Bamberg. Damit erhält Bamberg erstmals eine von der Stadt mitgetragene öffentliche Bibliothek. Mit den
Beständen der ehemaligen Bü-cherei des Amerikahauses und der Volksbücherei des St. Michaelsbundes im Vorderen Graben
sowie mit einem Erwerbungsetat von DM 25.000,-- wird eine 7.310 Bände umfassende öffentliche Bücherei aufgebaut, die
"der Verbreitung des guten und schönen Schrifttums" dienen soll. In den ersten sieben Tagen werden 2250 Bände
entliehen.
1962-1980
Die Bamberger Volksbücherei befindet sich im kontinuierlichen Aufschwung. 1962 können erstmals
bereits über 100.000 Ausleihen verzeichnet werden. Am 28.11.1963 öffnet die erste Zweigstelle im Freizeitwerk St.
Heinrich. Zum 1.Januar 1970 erfolgt die Umbenennung von "Bamberger Volksbücherei" in "Stadtbücherei Bamberg". Im
Verlauf der kommenden Jahre werden auch die pfarrlichen Büchereien von St. Kunigund und Maria Hilf als Zweigstellen
integriert.
1981-1984
Im August 1981 geht die Trägerschaft des St. Michaelsbundes in die Hand des Erzbistums Bamberg über.
Neben der Bereitstellung von Büchern gehören ein ausgewähltes Angebot von audiovisuellen Medien und die Durchführung
von Veranstaltungen zum erweiteren Aufgabenbe-reich der Stadtbücherei. Als eine der ersten deutschen Bibliotheken
bietet sie auch Videos an. Der Bestand wächst auf 31.000 Medien. Im Deutschen Haus werden auf 230 qm jährlich bis zu
220.000 Entleihungen verzeichnet. Im gesamten Büchereisystem beläuft sich die Jahresausleihe auf 350.000. Die
Baufälligkeit des Deutschen Hauses macht die Auslagerung der Hauptstelle notwendig.
1985-2001
Im ursprünglich nur für zwei bis drei Jahre vorgesehenen Provisorium in der Friedrichstraße läuft ab
Mai 1985 der Büchereibetrieb der Hauptstelle auf 340 qm weiter. 1989 gehört die Stadtbücherei Bamberg zu den ersten
öffentlichen Bibliotheken, in denen die Büchereiverwaltung mit Hilfe der EDV abwickeln. Der Aufschwung vollzieht
sich stetig und unaufhaltsam. So wird 2001 im vierzigsten Jahr der Büchereigründung erstmals die Halbmillionengrenze
bei den Entleihungen überschritten.
Der Bestand der Hauptstelle wächst nicht nur qualitativ durch die Einführung neuer Mediengruppen,
sondern auch quantitativ auf 55.000 Medien, was für Mitarbeiter und Benutzer zu unzumutbarer Enge führt. Der
Stadtbücherei droht eine immer stärkere Reduktion auf ein reines Bücher- und Medienlager.
2002
Mit der Fertigstellung des neuen Deutschen Hauses kehrt die Hauptstelle der Stadtbücherei in ihr
ursprüngliches Domizil in der Oberen Königstraße zurück.
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